ComputerSpielSchule Hamburg

spielen entdecken lernen

Let’s Play Studio in der Bücherhalle Niendorf

Let's Play WorkshopIn der Woche vom 17. bis zum 21. Oktober 2017 produzierten Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren im Rahmen eines Ferienworkshops der ComputerSpielSchule Hamburg in der Bücherhalle Niendorf hervorragende Let’s Play Videos.

Am ersten Workshoptag setzten sich die Jugendlichen mit Elementen digitaler Spiele auseinander, etwa dem Bestehen von Spielziel und -regeln, einer Spielwelt mit Objekten, Charakteren und zu lösenden Quests. Anschließend wurde mit der Methode des SpielSpiels gearbeitet. Dabei versetzten sich die Jugendlichen in die Rolle von Game Designern und entwickelten digitale Spiele unter Berücksichtigung bestimmter vorgegebener Kriterien. Im Verlauf des Workshops zeigte sich, wie hilfreich diese Tools waren, um Spiele nach Kriterien analysieren und beurteilen zu können. Nach einer Einführung in das „Who is Who“ in die Welt der Let’s Player folgte eine Übung, in der die Jugendlichen in maximal 140 Zeichen eine Spielebeschreibung erstellten, ohne die Namen der Spielfiguren oder des Spiels zu verraten. Anschließend setzten sich die Jugendlichen mit dem Phänomen Let’s Play auseinander, dabei wurde gemeinsam mit den Workshopleitern herausgearbeitet, was ein Let’s Play ausmacht und wie es produziert wird.

In der nächsten Phase ging es an die Verteilung der Spiele auf die Teams, welche sich eine Zeit lang intensiv mit diesen beschäftigt haben. Im Anschluss erstellten sie eine detaillierte Spielebeschreibung unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Handouts.

Der zweite Workshoptag begann mit einer visuellen Inspiration durch bereits bekannte Let’s Player und ihrer veröffentlichten Let’s Plays. Anschließend analysierten die Jugendlichen diese unterschiedlichen Let’s Plays auf Merkmale wie die Begrüßung, den Bezug des Spielers zum Spiel und die Erläuterung von Spielmechanismen. Die Jugendlichen setzten sich ebenfalls damit auseinander, welche sprachlichen Mittel wie von den Let’s Playern eingesetzten wurden, um eine bestimmte Wirkung zu erreichen, beispielsweise das Einbringen von unterhaltsamen Begriffen und Kommentaren. In der anschließenden Phase haben sich die Workshopteilnehmer erneut intensiv mit dem Spiel beschäftigt und es weiter kennengelernt. Danach verfassten sie einen Spielekommentar mithilfe eines entsprechenden Handouts. Hiernach folgte die Phase der Drehbuch- und Ablaufplanproduktion, in der die Jugendlichen sich überlegt haben, welche Informationen über das Spiel für ein Let’s Play wichtig sind, etwa das Genre, die USK-Altersfreigabe und der Hintergrund des Spiels, welche Spielaufnahmen in welcher Reihenfolge zu sehen sein werden und welche Spielaufnahmen mit den vorher ausgesuchten Informationen und Kommentaren vertont werden. Am Ende des Tages standen fast alle Ablaufpläne, einige Teilnehmer haben bereits mit Probedurchläufen ihrer Drehbücher begonnen. Alle Jugendlichen konnten den nächsten Tag, an dem die Aufnahmen starten würden, kaum abwarten.

Der dritte und vierte Workshoptag startete mit einer Einführung in die jeweils benötigte Software (Open Broadcaster, Windows MovieMaker, Audacity). Voller Tatendrang setzten sich die Jugendlichen an ihre Let’s Plays und arbeiteten den gesamten Tag über konzentriert und mit Freude an ihren Projekten. Trotz zahlreicher technischer Tücken und immer wieder aufkommenden technischen Rückschlägen kippte die Stimmung bei den Workshopteilnehmern nicht. Im Verlauf der Tage entstanden erste Let’s Play-Fassungen, die beispielhaft angeschaut und nach konstruktivem Feedback und Lob durch die anderen Jugendlichen erneut bearbeitet und fertig gestellt wurden. Am Präsentationstag kamen Eltern und Geschwister der Workshopteilnehmer, um bei der Premiere der entstandenen Let’s Plays dabei zu sein. Alle waren begeistert von den fantastisch moderierten und humorvoll aufbereiteten Let’s Plays.